Doppeldiagnosen
Der Schwerpunkt der Abteilung Psychosomatik liegt in der Behandlung von Patienten,
die wegen einer psychischen Erkrankung sekundär an Suchtmittel geraten sind: Alkohol
wurde zur Dämpfung von Erregung oder als „Schlafmittel“ eingesetzt, Tranquilizer
(„Benzos“), um Angst zu reduzieren oder Cannabis, um Spannungszustände zu verbessern.
Was zunächst wie eine Erleichterung gewirkt hat, wurde dann aber selbst zum Problem:
der Substanzkonsum wurde im Verlauf immer umfangreicher, ein Missbrauch oder eine
Abhängigkeit entwickelte sich gemeinsam mit der ursprünglichen psychischen Erkrankung
zu einer sogenannten „Doppeldiagnose“ (Komorbidität).