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    Können Hausbesuche die stationäre Therapie ersetzen?

    Prof. Dr. Reinhart Schüppel, Chefarzt der Johannesbad Fachklinik, informierte die Teilnehmer über ein aktuell viel diskutiertes Thema, die „Verhaltenssüchte“. Thomas Kübler, Leiter der Sporttherapie, stellte im Anschluss praxisnah die Sporttherapie der Fachklinik vor und Diplom-Psychologe Matthias Kellner bot Einblicke in das Verhalten von Spielsüchtigen.

     

    Am Freitag referierte Prof. Dr. Gerhard Längle, medizinischer Direktor und Geschäftsführer der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Reutlingen über die Rahmenbedingungen und die Umsetzung eines neuen Behandlungskonzeptes, der stationsäquivalenten Behandlung. Hier werden Patienten von interdisziplinären Teams auch zuhause betreut. Sowohl Ärzte als auch Psycho-, Ergo- sowie Sporttherapeuten machen sich auf den Weg, um dafür geeignete Patienten in den eigenen vier Wänden zu betreuen. Erreicht werden können hier im besonderen Patienten, die ein stationäre Behandlung nicht antreten können. Im Anschluss berichtete Hanno Broeker vom ZfP Reichenau aus seinem Arbeitsalltag in der Akutpsychiatrie nach dem stationsäquivalenten Modell.

     

    Wie Motivationstraining bei Suchtpatienten eingesetzt werden kann und soll, erläuterte in einem kurzweiligen Vortrag abschließend Chloé Chermette von der Deutschen Sporthochschule Köln anhand eines breit angelegten Forschungsprojekts.

     

    Praxisbezogene Workshops aus verschiedensten Arbeitsbereichen rundeten an beiden Tagen das Programm ab.

     

    Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass dieser produktive und wegweisende Arbeitskreis vom gegenseitigen Austausch lebe und nutzten auch das Aktivprogramm rundum Furth im Wald und das abendliche Zusammensein für rege Unterhaltungen und weiterführende Diskussionen.

     

    Alle Veranstaltungen und deren Inhalte finden Sie unter www.ak-bewegungstherapie-psychiatrie.de.